Stoffpflege:


Kleidungsstücke und Geschirrtücher vor der ersten Nutzung waschen!

Auch wenn der Siebdruck eine sehr robuste, langlebige Drucktechnik ist, sollte hinsichtlich der Pflege von Aufdruck, Stofffärbung und Passform folgendes unbedingt beachtet werden:

  • bei 30° und auf links waschen
  • Fein-/Colorwaschmittel verwenden
  • keinen Weichspüler verwenden
  • dunkle und helle Textilien getrennt waschen
  • bei maximal 800 U/min schleudern
  • gewaschene, feuchte Textilien ggf. in Form ziehen
  • keinen Trockner verwenden
  • ggf. bei geringer Temperatur auf links bügeln

Vollwaschmittel enthalten Aufheller bzw. Bleichmittel und können neben dem bekannten Farbverlust bei dunkler/farbiger Wäsche auch dem farbigen Motivdruck auf einem weißen T-Shirt schaden. Aufdrucke können durch Abknicken bei zu starken Schleudergängen beschädigt werden, vor allem bei dünnen Stoffen. Baumwolle neigt dazu, im Trockner stark einzulaufen, deshalb die gewaschenen Textilien ausschließlich auf der Leine an der Luft trocknen.

Infos zur B-Ware:

In der B-Ware landen Artikel mit kleinen, unauffälligen Nähfehlern im Stoff, Flecken oder Fettrückständen, Druckfehlern oder Ähnlichem. Die Abweichungen fallen kaum ins Gewicht und die Artikel sind bezüglich Stoff und Design absolut tragbar. B-Ware ist jedoch aufgrund des maximal reduzierten Preises von der Rückgabe ausgeschlossen.

Hinweise zum Druckbild:

Pressränder und damit verbundene Änderungen in der Färbung des Stoffs, die bei der Veredelung enstehen können (z. B. Abdruck des Kragens), sind produktionsbedingt nicht vermeidbar und verschwinden mit der ersten Wäsche und stellen keinen Mangel oder Schaden dar. Geringfügige Abweichungen im Druckbild, der Positionierung oder Kleberückstände auf der Innenseite des Textils (lösen sich mit der ersten Wäsche) sind produktionsbedingt auch nicht vermeidbar.

Bei Textilien mit Discharge-Print:

Textilien mit Discharge-Print – ob gebrochen weißer oder farbiger Druck – zeichnet ein beabsichtigter Retro-Look aus, der sich erst nach einigen Waschgängen vollständig einstellt. Dabei verringert sich der Kontrast entsprechend – das ist normal. Da keine Farbe aufliegt, sondern geblichener Stoff freiliegt, sollte unbedingt ein Colorwaschmittel verwendet werden, um langfristig unverhältnismäßigen Kontrastverlust zu verhindern. Aufgrund der fehlenden Farbschicht sind Risse im Druckbild, die beim Dehnen des Stoffs sichtbar werden, normal. Dies verringert sich analog zur Kontrastverringerung mit den ersten Waschgängen.

Hinweis zur passenden Größenauswahl:

Auch mit dem ersten Waschgang bei 30° können Baumwollstoffe um ca. 3-5% einlaufen – das ist normal. Dies bitte bei der Auswahl der Größe mit einplanen. Artikelspezifische Infos findest du in den Größentabellen, diese sind auf der jeweiligen Artikelseite verlinkt. Gewaschene Stoffe können nicht zurückgenommen werden.

Bei Textilien mit spezialgehärtetem Druck:

Die Druckfarbe wurde spezialgehärtet, um die Waschbeständigkeit auf 60° zu erhöhen. Die oben genannte Wasch- und Pflegeanleitung gilt in allen anderen Punkten unverändert. Bitte beachten: Baumwollstoffe laufen mit der ersten Wäsche bei 60° um ca. 10% ein. Bei regelmaßigen Waschgängen bei 60° sind (vorwiegend bei Schwarz oder sehr dunklen Druckbildern) geringe Kontrastverluste zu erwarten. Beides ist normal.




Technik, Handarbeit & Farben:


Der Siebdruck ist die hochwertigste Technik im Textildruck. Ein Alurahmen wird mit einem feinen, durchlässigen Gewebe bespannt – das Sieb. Auf ein solches Sieb, das mit einer speziellen, lichtempfindlichen Emulsion beschichtet wird, kann das jeweilige Motiv belichtet werden und dient anschließend wie eine Art Schablone. Die Designs werden hierfür auf einen Siebdruckfilm für die Belichtung übertragen. Durch das fertig belichtete Sieb kann die Textilfarbe auf den darunter liegenden Stoff händisch mit einem Rakel durchgedrückt werden. Die Farbe dringt vor allem bei dunkler Farbe auf hellen Textilien tief in das Gewebe des jeweiligen Stoffs ein (wasserbasiert) und verbindet sich bei der anschließenden Hitzefixierung dauerhaft mit ihr. Das macht den Druck äußerst langlebig und robust. Der Druck fühlt sich weich an, es liegt keine feste Schicht (wie z.B. beim Flexdruck, sprich Plastikfolie) auf dem Stoff auf, die das Shirt steif und unbeweglich macht und nach einigen überschaubaren Waschgängen anfängt zu reißen. Das heißt auch, das jedes Textil wieder besonders unkompliziert recyclet werden kann.

Ich bedrucke alle Textilien in meiner kleinen Manufaktur in Handarbeit mit den von mir gestalteten konzeptionellen grafischen Systemen selbst. Für jedes Textil sind mehrere seperate Druck-Durchläufe, meist auch mit jeweiliger Hitzefixierung notwendig. Präzision und Sorgfalt sind stets der Grundsatz, allerdings besteht der Reiz eines Handdrucks ganz klar darin, dass kleine Verschiebungen, Ungleichmäßigkeiten oder dergleichen entstehen, die den Druck griffig und lebendig machen. Die jeweilige Optik, die zuvor zumindest in der Vorlage/im Motiv von mir kontrolliert ist, bekommt also bei jedem Druck eine einzigartige Nuance, die ich glücklicherweise nicht vollständig kontrollieren kann. Ich wähle bewusst diverse Kombinationen von der Dichte des Siebdruckgewebes, der Viskosität der Farbe, unterschiedlichem Druck beim Rakeln und der Aufnahmefähigkeit der verschiedenen Stoffe, um grundsätzlich deckend und scharf zu drucken, aber stellenweise verschieden starken Farbauftrag zu erreichen. Zum Teil arbeite ich auch mit Effektfarben und unterschiedlich stark texturierten Untergründen, die dann bei aufliegendem Stoff und dem Druck beim Rakeln die Farbverteilung beeinflussen und ggfs. Muster erzeugen. Durch die Handarbeit in einem Kopierverfahren wie dem Siebdruck, der Spielraum und Beweglichkeit erlaubt, ist jeder Druck ein Unikat, zeigt feine Nuancen, hat seine eigene Identität und steht für sich. Für ausführliche Infos zu den Marken TSVELF DINGE und it[id]em schau gerne hier vorbei. Doch die Kommunikation der Motive untereinander, das Ideal der Mitte, die Frage nach Identität und die zusätzliche Relation zum jeweiligen Träger sind wesentliche konzeptionelle Elemente der Dinge/items.

Ich verwende bei hellen Textilien ausschließlich umweltfreundliche, wasserbasierte Farben. Diese Farben sind lösemittelfrei, ungiftig und werden nach Öko-Tex Standard 100 in Deutschland hergestellt. Das macht sie sehr hautfreundlich und absolut unbedenklich, was sowohl mich bei der Arbeit schützt, als auch den anschließenden Träger und natürlich die Umwelt. Die Farben ziehen beim Druck tief in das Gewebe ein und sind anschließend so gut wie nicht spürbar. Ein wasserbasierter Siebdruck auf hellen Textilien aus Naturfaser ist im Bezug auf Robustheit und Langlebigkeit unübertroffen.

Dunkle Textilien können hingegen nicht gefärbt werden, d.h. es muss hier auch beim Siebdruck eine Schicht aufgetragen werden, die nicht in den Stoff eindringt. Ich verwende hierfür hochwertige wasserbasierte Deckfarbe, die einen flexiblen Druck erzeugt, dennoch ist dieser immer als Schicht spürbar. Zumindest T-Shirts mit großflächigen Rückenprints wird damit die Baumwolle versiegelt und dadurch verschlechtern sich die atmungsaktiven Eigenschaften des Stoffs. Im Sommer kann das den Tragekomfort negativ beeinflussen.

Ich verwende deshalb bei dunklen Textilien häufig einen Discharge-Prozess (als Discharge gekennzeichnet), der die Farbe des Stoffs an den Stellen des Motivs wieder ausbleicht, anstatt weiße, deckende Farbe aufzutragen. Farbentzug statt Farbaufbau. Optional kann simultan zur Bleichung im gleichen Schritt auch neu eingefärbt werden, um z.B. einen roten Druck auf schwarzem Stoff zu realisieren. Der Stoffgriff beim Discharge-Prozess ist ununterscheidbar vom Rest des Shirts und gleichermaßen weich und atmungsaktiv. Der Druck ist damit genauso wenig spürbar, wie ein farbiger wasserbasierter Druck auf hellen Textilien und wirkt sehr natürlich, zurückhaltend und harmonisch, da auch hier eine echte Verbindung bzw. Kommunikation mit dem Stoff geschaffen wird, anstatt ihn nur als Träger zu nutzen (siehe concept), dafür aber weniger gesättigt und deckend. Die charakteristische Discharge-Optik – vor allem bei schwarzen Textilien – stellt sich im Laufe der Nutzung und mehrerer Waschgänge als sehr stilvoller Vintage-Look ein. Diese Technik wird allgemein sehr häufig in der Modeindustrie genutzt. Die von mir verwendete ‘Farbe’ ist ebenfalls wasserbasiert und zusätzlich formaldehydfrei, nach Öko-Tex Standard 100 produziert und daher für einen solchen bleichenden Prozess ungewöhnlich umweltschonend.



Falls noch irgendwelche Fragen bei Dir auftauchen, schreibe mir gerne per Mail oder bei WhatsApp.


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